Wir – die Sozialstation Letzenberg

Fakten
circa 160 Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter
circa 700 Klientinnen & Klienten
4x Betreutes Wohnen in der Region
Ambulante Pflege & Hauswirtschaft
Tagespflege
Wohngemeinschaft
Ständige fachliche Präsenz
Ausbildungsbetrieb
Qualitätsmanagement

Geschichte

Wie können wir in unserer Region langfristig sicherstellen, dass Menschen Unterstützung im Alltag bekommen, wenn sie gebraucht wird? Mitten im demographischen Wandel – wenn es immer mehr Pflegebedürftige gibt und Pflegekräfte rar werden?

Darüber haben wir uns schon in den späten 70ern Gedanken gemacht, als noch Ordensschwestern die Pflege in unserer Region übernommen hatten. Doch damals war bereits absehbar: Die letzte Ordensschwester würde im Jahr 2000 gehen. Was also tun?

Die Gründung des Vereins Sozialstation Letzenberg e. V.

Auf Initiative des Pfarrers von Marschenberg, Walter Etzkorn, fanden sich im Jahr 1978 die Pfarrgemeinden Rauenberg, Malschenberg, Mühlhausen, Rettigheim, Malsch und Dielheim zusammen. Man beriet sich, wie es mit der Versorgung Pflegebedürftiger weitergehen könnte – und gründete einen Verein. Bald schon entstand die erste Sozialstation in Rettigheim. Der Verein bestand bis 2020 aus 3 Organen:

  1. Mitgliederversammlung – das sind Vertreter aus den ehemals sieben Pfarrgemeinden, den heutigen Seelsorgeeinheiten Letzenberg und Wiesloch-Dielheim und ihren gewählten, ehrenamtlich tätigen Vorständen Irmgard Förderer, Theresia Zimmermann, Traudel Schremser-Magens und Johann Kienzler.
  2. Kuratorium – das sind die Bürgermeister unserer Gemeinden und die Caritas für den Rhein-Neckar-Kreis.
  3. Pflegedienstleitung/Geschäftsführung – die sich um Organisation und Einsatzplanung unserer Sozialstation kümmern, damals war Schwester Barbara Müller die Frau der ersten Stunde.

Der nächste Schritt: Die Gründung einer gGmbH.

Der Übergang von den Ordensschwestern zu „weltlichen“ professionellen Pflegekräften gelang. Bis 2019 hatten wir 2 Standorte in unserer Region: Rauenberg und Mühlhausen. Der Pflegebedarf stieg weiter an und die Kosten auch. Nach etwa 35 Jahren Vereinsführung wurde klar: Ehrenamtlich sind die gestiegenen Aufgaben nicht mehr zu leisten, eine weitere Professionalisierung tut Not. Daher beschloss die Mitgliederversammlung am 22. Juli 2020, den Verein in eine gGmbH überzuführen, was zum Jahreswechsel 20/21 geschehen wird.

Schätze für unsere Zukunft: unsere Auszubildenden, Jahrgang 2020. Mit Pflegedienstleiterin Susanne Mayerl, rechts.

So sichern wir die Zukunft der Pflege in unserer Region

Steigende Kosten und fehlendes Personal werden deutschlandweit eine Herausforderung für die Pflege bleiben. Um ihr zu begegnen, haben wir in den letzten Jahren einiges unternommen, was zuversichtlich stimmt:

Seit Sommer 2020 gibt es nur noch eine zentrale Sozialstation in Mühlhausen. Das spart uns Kosten, ohne die Qualität der Pflege anzutasten. Gebäudeunterhalt, Wegstrecken, Koordinationsaufwand entfallen. Auch auf unsere Mitarbeiter wirkte es ich positiv aus, in einem Gebäude vereint zu sein: Kurze Wege, schnelle Terminabsprachen, bessere Planungsmöglichkeiten für die einzelnen Dienste. So konnten wir wirtschaftlicher werden und gleichzeitig unsere Mitarbeiter*Innen noch zufriedener machen. Denn:

Unser wichtigster Schatz sind unsere Mitarbeiter*Innen

Gute Pflegekräfte sind rar. Deshalb tun wir alles, um in dieser Region der attraktivste Arbeitgeber für Pflegeberufe zu sein. Wir investieren in professionelle Führung und in eine gute Teamkultur. Wir erleichtern den bei uns arbeitenden Müttern und Vätern die Balance zwischen Beruf und Kindererziehung. Kurz: Wir wollen, dass unsere Mitarbeitenden glücklich sind – denn dies färbt auf die Pflege ab. Und das spricht sich herum. Auch unter Pflegekräften, die einen attraktiven Arbeitgeber suchen.

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